Donnerstag, 16. Juli 2009
Hang-Time und ein tolles Interview
Hangeln an Leitern, Seilen, Spielplätzen und Bäumen zählt zu meinen Lieblings-Trainingsarten seit jäher! Der ganze Körper ist unter Spannung, Hände, Rücken, Bauch und Schultern sind im Dauereinsatz bei einer Hangelpartie. Ja sogar die Brust wird bei der oben im Video gezeigten Hangelvariante extrem trainiert. Ich hatte in meinen ersten Einheiten an diesem Stamm immer einen Muskelkater in der Brustregion!
Auch Steve Maxwell, der bei mir Anfang Juni Ehrengast im Naturtrainingszentrum war, und viele viele andere Top-Coaches wissen um die Bedeutung des Hangelns. Siehe zweites Video.
Steve wurde vor kurzem auch in einem Podcast interviewt. Zum hören und downloaden gibts den hier.
Dem Hangel-Gedanken sind keine Grenzen gesetzt. Es ist fast überall möglich. Was es zu beachten gibt und Tipps und Tricks gibt es beim "Gorilla Camp" am 25. Juli bei mir im Naturtrainingszentrum Thomasroith. Karl Humer, der im Hangeln ein wahrer Meister ist, wird seine Kniffe verraten. Für einen starken Oberkörper, der sämtlichen Herausforderungen gewachsen ist!
It's hang time,
Dominik
Freitag, 10. Juli 2009
Die Einfachheit hat Erfolg!
"...Wenn eine Trainingseinheit auf dem Plan stand, dann wurde sie auch durchgeführt, unabhängig vom Wetter oder anderen widrigen Umständen. Als ich aus der Armee entlassen wurde, trainierte ich hinter dem Haus im Garten, wo ich eine Langhantel und einige Kurzhanteln unter einer Abdeckung aufbewahrte. Bald darauf begann der Winter und ich ging mit meinen Militärstiefeln und drei Sweatshirts übereinander hinaus und trainierte bei Temperaturen von minus fünf Grad. Später wechselten wir in eine Wellblech-Garage. Der Schnee und der Regen kamen durch und die Wände waren voller Schimmel. Da es keinen Stromanschluss gab, mussten wir Kerzen auf den Boden stellen. Wir haben immer die Grundübungen trainiert. Bankdrücken, Kniebeugen, Klimmzüge, Rudern..."
Das sind die Worte eines Champions. Worte von Reg Park, einem der besten Bodybuilder in einer Zeit, wo es weder Hammercurl-Maschinen noch Designer-Steroide gab. Ein Mann, der einem Arnold Schwarzenegger als Vorbild diente. Arnold selbst hat am Anfang in einem ungeheizten Raum in seinem Elternhaus trainiert. Wie Park mit einfachsten und selbstgebauten Mitteln. Dr. Jürgen Gießing beschreibt in seinem Buch "Legendäre Trainingsprogramme" eindrucksvoll, wie einfach, aber knallhart und erfolgreich die (wirklichen) Größen von früher trainiert haben.

Ein erfolgreiches Training ist also nicht abhängig von Umgebung, Einrichtung oder Voraussetzungen. Vielmehr ist es der Wille, die Disziplin und der Einsatz, die die vorher genannten Faktoren nichtig machen.
Momentan trainiere ich mit drei Freunden seit einigen Wochen sehr intensiv und mindestens zweimal die Woche. Es ist schön zu sehen, wenn die Klimmzugzahlen bei jedem stetig steigen, erste Handstand-Liegestütz gelingen, die Kniebeugen-Anzahl zunimmt und und und. Vor allem aber: keiner lässt gerne eine Einheit aus, ein jeder ist mit Feuereifer dabei. Das ist der fruchtbare Boden für langfristige Erfolge.
Mein Kamerad Willi hat vor kurzem 50 (!) Kniebeugen mit 80 Kilo in einem Stück gemacht. Ein einfaches Programm, mit dem auch die Old-Timer erfolgreich fuhren. Probiert es mal aus. Ich gehe jede Wette ein: Keiner, der das mal probiert hat, wird sich nachher noch Gedanken um Curls oder Crunches machen. Man ist platt. Wir haben weder ein wohltemperiertes Studio zur Verfügung noch das allerneueste Equipment. Aber das braucht es nicht! Ausreden bringen einen im Training nicht weiter. Ich muss auch keine endlosen theoretischen Exkurse halten, warum wir so trainieren. Ein jeder merkt und spürt, dass dieses NATURTRAINING wirkt. Und wie.
Die Einheit, die wir gestern auf einem alten Sportplatz durchgeführt haben:
- Aufwärmen
- Stein-Kniebeugen (immer schwerere Gewichte) 7x5
- Komplex (jeweils acht Wiederholungen, drei Serien): Stein-Reißen, Stein-Stoßen, Stein-Rudern, Stein-Swing
- Zirkel (drei Serien): Ring-Liegestütz max. WH-Zahl-Sprint-max. Klimmzüge-bear crawl
- Pistols abwechselnd mit einbeinigem Kreuzheben 3x10
- Handstand-Liegestütze 3x8
Wie mit einfachsten Mitteln trainiert werden kann, zeige ich auch beim "2. Naturtrainings- und Kettlebell-Seminar" am 15. August in der Nähe von Darmstadt und auch am 26. September bei mir in Thomasroith. Mein Seminar-Kollege Dr. Till Sukopp informiert dazu in seinem aktuellen Blog. Übrigens eine sehr sehr lesenwerte Seite von einem, der ebenfalls ein ausgewiesener erfolgreicher Praktiker und kein Theorie-Krafttrainingsexperte ist. Till führt seit einigen Tagen ebenfalls "Tagebuch".
In diesem Sinne wünsche ich ein erholsames Wochenende. Nützt es für gute Workouts, gebt Gas und denkt daran, was Reg Park gesagt hat,
Euer Dominik
P.S.: Ich bekomme in den nächsten Tagen wieder Besuch aus dem Ausland. Ein starker Wikinger ist am Weg in das Naturtrainings-Zentrum. Seid gespannt, was da noch kommt...
Mittwoch, 8. Juli 2009
Clubbells - eine neue Griffkraft-Dimension
Ich kann 220 Kilo Kreuzheben, mache oft Farmer's Walks mit 70 Kilo in jeder Hand und habe bin auch schon mehr als 20 Meter in einem seilgeklettert - doch etwa 9 Kilo schwere Keulen verlangen mir seit Tagen einiges ab!
Als Steve Maxwell bei mir war und mein Arsenal im Naturtrainingszentrum Thomasroith begutachtete, dass mit allem ausgestattet ist, was das Herz begehrt, hat er eines vermisst. Keulen oder auf trainings-englisch Clubbells. Prompt sind wir an einem verregneten Tag in die Stadt gefahren, haben zahlreiche Geschäfte abgeklappert, ehe wir bei einem Klempner fündig geworden sind. Er hat uns etwas mißtrauisch mehrere Eisen-Rohre zu einem guten Preis überlassen (im Internet gibt es natürlich fertige Keulen auch zu kaufen, aber wie immer: maßlos überteuert). Unsere Rohre mussten wir nur noch zusammenschrauben, mit Gewicht (in dem Fall Steine) füllen und fertig war ein neues Trainingstool!
Schnell musste ich merken, wie sehr diese Keulen den Griff fordern. Während Steve, der sehr geübt im Umgang mit diesen ist, keine Probleme hatte, musste ich mit ihnen kämpfen. Kein Wunder, dass indische Ringer seit Jahrhunderten auf diese unscheinbaren Dinger vertrauen. Mittlerweile trainiere ich seit einigen Tagen mit den Keulen im GTG-Style und ich bin absolut begeistert davon. Nicht nur, dass der Griff auf das Äußerste gefordert ist, auch die Schultern und der ganze Oberkörper werden bei den allesamt ballistischen Übungen ordentlich durchblutet. Kettlebells vermitteln ein sehr ähnliches Gefühl. Ich setze das Ding auch mittlerweile bei einigen Trainingspartnern und Klienten erfolgreich ein. Die Keulen sind gefürchtet!
Beim Gorilla Camp am 25. Juli bei mir finden sich die Keulen natürlich auch im Programm. Wer sie einmal in der Hand hatte, lässt sie nicht mehr los. Wenngleich das wohl auch nicht ganz stimmt, denn irgendwann kann man diese Teufels-Griffkraftwaffen einfach nicht mehr halten.
Probiert das mal aus, noch sind auch Plätze für das Seminar frei. Eine Nachricht an mich genügt, take action,
Dominik
Sonntag, 5. Juli 2009
Kind sein dürfen...
Sich bewegen dürfen wie ein Kind – das ist etwas, was wir auch als Erwachsene weiter in uns haben. Nur unterdrücken wir es gerne. Gerade im Training sollte das aber nicht so sein. Ich erinnere mich gerne an meine Kindheitsjahre zurück. Baumklettern, Hangeln an Spielzeuggerüsten und und und. Es gab für mich nichts schöneres. Das ich dabei Bewegungen imitiert habe, die mir auch im späteren Leben wieder unterkommen werden, wusste ich zu dieser Zeit gar nicht.
Klettern in allen Varianten ist ein urmenschlicher Trieb. Steve Maxwell hat mir bei seinem Aufenthalt in meiner Heimat erzählt, dass er auch seinen Sohn Zack so schon von früh auf spielerisch konditioniert hat. Er hat in seinem Haus ein Seil befestigt und statt die Treppe zu nehmen, sind er und sein Filius daran mehrmals am Tag einen Stock höher geklettert und hatten ihren Spaß daran. Zacks Hände seien dadurch enorm groß und stark geworden, wovon er heute als aufstrebender Kampfsportler enorm profitiert. Bei einem Klimmzugtest in der Volksschule schaffte Steve’s Sohn schon 16 astreine Klimmzüge! Der nächstbeste konnte sieben. Das sagt wohl einiges aus. Und das schöne daran ist: Steve musste seinen Sohn Zack kein einziges Mal dazu zwingen. Er hat es jedes Mal mit voller Freude gemacht!
Gestern war auch wieder so eine Einheit, wo ich Kind sein durfte. Seht selbst im Video! Ich hatte Spaß. Leider kennen heutzutage nur mehr wenige George Hackenschmidt. Dieser Mann war ein Vollblut-Athlet und im Ringen, Gewichtheben und Radfahren in seiner damaligen Zeit Weltklasse. Eines seiner Lieblings-Übungen: Hangeln… Wer mehr über diese Legende lesen will. Mein Freund Zach Even-Esh hat Hackenschmidts Buch neu aufgelegt.
Für das „Gorilla Camp“ am 25. Juli im Naturtrainingszentrum in Thomasroith füllen sich schön langsam die Plätze. Willst du wieder Kind sein? Willst du starke Hände entwickeln, die dir in Alltagssituationen weiterhelfen? Dann komm auf dieses einzigartige Seminar. It rocks! Das ist sicher.
Anmeldungen und Infos erhältlich hier.
In diesem Sinne, einen guten Sonntag und dann einen umso erfolgreicheren Wochenstart,
Dominik
Dienstag, 30. Juni 2009
Gorilla Camp is waiting for you...
„GORILLA-CAMP“
Willst du endlich einen festeren Griff beim Kreuzheben, um deine stagnierenden Gewichtszahlen zu steigern? Sollen beim Kettlebell-Snatch endlich die 200 Wiederholungen fallen, aber der Griff lässt schon längst davor aus? Willst du endlich ein Seil ohne Fußhilfe hochklettern können? Sind deine Klimmzugzahlen unbefriedigend, weil deine Unterarme schlapp machen?
Dann wäre es schleunigst an der Zeit, den Griff endlich zu trainieren. Dominik Feischl, Gründer von http://www.power-quest.cc/ und http://naturtraining.blogspot.com/, und Karl Humer zeigen euch hocheffektive und billigste Tipps und Tricks, wie man Hände aus Stahl formt. Der Nutzen davon: Mehr Kraft und Leistung bei den Grundübungen, mehr Ausdauer bei ballistischen Formen des Trainings und auch ein toller Übertrag auf andere Sport-Disziplinen, wo ein starker Griff von immenser Bedeutung ist (jegliche Kampfsport-Arten, Tennis, Baseball, etc.).
Wann: Samstag, 25. Juli 2009 (von 11 Uhr bis 17 Uhr)
Wo: Thomasroith (Oberösterreich). Hier ein Google-Link: http://maps.google.at/maps?source=ig&hl=de&lr=&ie=UTF-8&q=Thomasroith&near=Linz&fb=1&split=1&gl=at&cid=7890424613427702212&li=lmd
Grober Programmablauf:
- Kurzer Theorie über verschiedene Griffkraft-Variationen
- Effektives Griffkraft-Training an einer Klimmzugstange
- Was einer der besten Ringer aller Zeiten für seine Griffkraft verwendete
- Ballistische Geheimwaffen für eiserne Hände
- Programm zur Steigerung der Klimmzug-Zahlen
- Hangeln – Zugpower im dreidimensionalen Raum
- Was Bauernhände unglaublich stark macht
- Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Seilen
- Arbeiten mit unkooperativen Objekten
- Griffkraft-Challenge
- Und vieles vieles mehr…
Referenten:
Dominik Feischl: Seit Jahren forscht er auf dem Gebiet des Griffkraft-Trainings. Know-How holte er sich auch bereits aus erster Hand von der Diesel Crew, die als die Nummer eins auf diesem Gebiet gilt, Weltcup-Kletterern und Strongman. Dominik betreibt ferner Olympisches Gewichtheben, Kettlebell-Sport, ist Autor eines bald erscheinenden Seilkletter-Buches und zertifizierter Bodyweight Trainer nach Steve Maxwell.
Karl Humer: In Deutschland ausgebildeter Fitness-Trainer, Leistungssportler und Griffkraft-Experte. Vor allem im Gebiet des Hangelns ein Meister seines Faches. Karl schafft auch den immens schwierigen „rafter pull-up“ ohne Mühe. Siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=bcq2vp6mBM8&feature=channel_page)
Preis: 60 Euro (inklusive Seminarunterlagen und einem Snack)
Bei Interesse meldet euch ganz einfach bei mir via Mail!
Montag, 29. Juni 2009
Vor der Haustüre!

Freitag, 26. Juni 2009
Willenskraft und Langfristigkeit
Dass der Snatch - die Königsübung schlechthin im Kettlebell-Sport - so seine Tücken hat, dass merkten unter anderem auch die eigentlich bärenstarken Kandidaten Sven (siehe Video - Sven ist der linke) und Achim schnell. Beide waren schon bei meinem Naturtrainings-Seminar im Mai zu Gast und erzählten mir dort, dass sie Befürchtungen hätten, diesen Test zu bestehen. Doch wo ein Wille, da ein Weg - das zeigte sich einmal mehr auch bei Sven und Achim. Nach beinharter, wochenlanger Vorbereitung und unzähligen Snatch-Einheiten absolvierten sie den Test in Köln beim Seminar dann ohne Probleme. Das zeigt einmal mehr: Erfolg kommt nicht über Nacht. Schon gar nicht im Training. Man muss eisern arbeiten, um voran zu kommen. Die "magic bullet" gibt es nicht. Vielmehr ist es Akribie und Langfristigkeit, was zählt. Auch wenn eine Einheit einmal nicht so läuft, nicht gleich aufgeben. Eindrucksvoll zu sehen bei Sven und Achim.
Fight on,
Dominik